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ESA zeichnet Astrium für Entwicklung und Bau von Experimentieranlagen an Bord der ISS aus

EADS SPACE

15. November 2006

ESA zeichnet Astrium für Entwicklung und Bau von Experimentieranlagen an Bord der ISS aus
© ESA

Friedrichshafen, 14. November 2006 – Die europäische Weltraumorganisation ESA hat Europas größten Raumfahrtkonzern Astrium für seine hervorragende Arbeit bei Entwicklung, Bau und Betrieb der Experimentieranlagen EMCS und MELFI, die zur Zeit an Bord der Internationalen Raumstation ISS eingesetzt sind, geehrt. Vertreter des Unternehmens konnten die Auszeichnungsurkunde jetzt im Technologiezentrum der ESA (ESTEC) im niederländischen Noordwijk entgegennehmen.

Astrium leistet erhebliche Beiträge zu den Forschungsaktivitäten an Bord der ISS. Im Auftrag der ESA baute die Astrium die Gefriereinrichtung MELFI (Minus Eighty Degree Laboratory Freezer) und das Minigewächshaus EMCS (European Modular Cultivation Sytem). Beide Anlagen wurden mit dem US Space Shuttle Discovery (Start: 4. Juli) ins Weltall gebracht. Die Experimentieranlagen wurden u.a. von dem deutschen Astronauten Thomas Reiter installiert und gehandhabt.

Die Gefriereinrichtung MELFI erlaubt den Astronauten, über die Dauer ihrer Mission an Bord der ISS gesammelte biologische Proben menschlichen, tierischen und pflanzlichen Ursprungs zu konservieren, damit diese nach ihrem Rücktransport zur Erde von Wissenschaftlern analysiert werden können. Für diesen Zweck entwickelte Astrium das Kühlgerät, das Temperaturen von bis zu minus 80 Grad Celsius erreicht, um die Proben bis zu zwei Jahre lang in einwandfreiem Zustand aufbewahren zu können.

Genau wie MELFi ist auch das Europäische Modulare Kultivierungssystem EMCS mit der Shuttle-Mission STS-121 im Juli zur Internationalen Raumstation gebracht worden. Das von Astrium in Friedrichshafen entwickelte EMCS ist ein Inkubator zur automatischen Prozessierung unterschiedlicher Organismen - von Pflanzen bis zu aquatischen Kleinstlebewesen. In zwei Zentrifugen können die Auswirkungen der Schwerelosigkeit und auch die Einflüsse unterschiedlicher Schweregradienten, beispielsweise der Mond- oder Marsschwere, untersucht werden. Diese Ergebnisse dienen der Grundlagenforschung, um Mechanismen auf zellulärer bzw. genetischer Ebene besser zu verstehen und Rückschlüsse auf medizinische Fragestellungen zu liefern.

Astrium, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der EADS, ist das führende Unternehmen für zivile und militärische Raumfahrtsysteme in Europa. Im Jahr 2005 erreichte Astrium einen Umsatz von 2,7 Milliarden EURO und beschäftigte rund 11.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien. Astrium hat zwei Geschäftsbereiche: "Space Transportation" für Trägerraketen und orbitale Infrastruktur und "Satellites" für Satelliten und Bodeninfrastruktur. Die Astrium Tochtergesellschaft "Astrium Services" entwickelt und liefert Satellitendienstleistungen.

Der EADS-Konzern ist ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2005 lag der Umsatz bei rund 34,2 Milliarden EURO, die Zahl der Mitarbeiter bei mehr als 113.000.

Bildunterschrift:

Die ESA zeichnet die Astrium für hervorragende Arbeit bei Entwicklung und Bau der Experimentieranlage EMCS (Minigewächshaus) für die Internationale Raumstation ISS aus: Daniel Sacotte, Leiter bemannte Raumfahrt der ESA (li.) übergibt die Urkunde an Ulrich Kübler, Leiter Life Science der Astrium. Ganz rechts: Johannes Kreimer, EMCS-Projektleiter der Astrium. Foto: ESA

Pressekontakt

Astrium, Mathias Pikelj +49 (0) 7545 8 9123

Astrium, Hendrik Thielemann +49 (0) 89 607 27244