Cluster II

Vier Satelliten im Formationsflug

Im Rahmen der Cluster-II-Mission umflogen erstmals vier baugleiche Satelliten die Erde in einer Formation. Die Cluster-Mission begann im Sommer des Jahres 2000 mit dem Start von zwei russischen Sojus-Trägerraketen (von Starsem), die jeweils zwei identische Satelliten vom kasachischen Kosmodrom Baikonur aus in den Orbit brachten. Die vier Satelliten werden bis Dezember 2005 die Auswirkungen des Sonnenwindes auf das Magnetfeld der Erde untersuchen.

Durch simultane Messungen haben sie die erste dreidimensionale Detailstudie der Veränderungen und Prozesse erstellt, die sich im erdnahen Weltraum abspielen. Die von der Sonne ausgesandten energiereichen Teilchen, der sogenannte Sonnenwind, haben erhebliche Auswirkungen auf das Leben auf der Erde.

Ursprünglich sollten die vier Cluster-Satelliten während des Jungfernfluges der Trägerrakete Ariane 5 im Juni 1996 in die Umlaufbahn gebracht werden, doch der Start mißlang. Bei der Wiederaufnahme des einzigartigen Cluster-Projektes fungierte EADS Astrium als Hauptauftragnehmer für die Entwicklung und Herstellung des Nachbaus.