Die Oberstufe der neuen Generation wird ein wesentlicher Baustein aller künftigen Trägerraketen sein: des für die zweite Hälfte des nächsten Jahrzehnts geplanten europäischen Nachfolge-Modells der Sojus-Rakete (mittlere Nutzlastkapazität) und eines Ersatzes für die Ariane 5 zirka weitere zehn Jahre später.
Die Ariane 5 ME ist die unumgängliche, mittelfristige Antwort auf die gestiegenen Anforderungen. Nur so kann der Zugang zum Weltraum langfristig gesichert werden. Europa muss seine autonomen Fähigkeiten für den Markt der mittleren Nutzlastkapazität (ca. vier Tonnen Nutzlasten im Sonnen synchronen Orbit) zumindest bis 2025 aufrecht erhalten; parallel zur Ariane 5 ME, die künftig die Nachfrage nach kommerziellen und institutionellen Schwerlasttransporten abdecken wird. Dank der Ariane 5 ME wird Europa zudem eine zentrale Rolle in von internationalen Technologie-Großmächten geplanten bemannten und unbemannten internationalen Erkundungsmissionen übernehmen können.
Im Rahmen des 2005 beschlossenen Future Launchers Preparatory Programme (FLPP) der ESA werden derzeit Trägerkonzepte für den Zeitraum 2020 bis 2025 geprüft und die erforderlichen Schlüsseltechnologien (Antrieb, Materialien, Strukturen, wiederzündbare Oberstufe) untersucht.
Technologien und Herstellungsprozesse der nächsten Generation von Trägerraketen werden - entlang der gesamten Produktionskette - in den kommenden Jahren verstärkt auf die Einhaltung von umweltpolitischen Anforderungen stoßen. Die Minimierung der Herstellungskosten sowie das Baukastenprinzip werden somit die Hauptkriterien bei der Systemkonfiguration sowie den Technologien, die es untermauern, sein.
Astrium freut sich darauf, Europa als kompetenter industrieller Hauptauftragnehmer von ESA-Programmen und durch eigene ehrgeizige Investitionen dabei zu unterstützen, sich auch in Zukunft einen autonomen Zugang zum Weltraum zu sichern.











