Sentinel-1 ist eine für ein breites Aufgabenspektrum in den Bereichen Umwelt und Sicherheit ausgelegte, wetter- und beleuchtungsunabhängige bildgebende Radarsatellitenmission für Land- und Ozeandienste. Mindestens sieben Jahre lang werden die zwei rund 2,2 Tonnen schweren Sentinel-1 Satelliten die Erde in 700 km Höhe umrunden. Sentinel-1A soll 2013 und der zweite Satellit Sentinel-1B 2014 ins All starten.
Das von Astrium gebaute C-Band SAR-Instrument – das Herzstück der Mission – liefert Radarbilder der Erdoberfläche. Der C-Band-Radarstrahl mit sechs Zentimetern Wellenlänge dringt durch Wälder und Buschwerk bis auf den Erdboden und nimmt Bewegungen und Veränderungen der Erdoberfläche im Zentimeterbereich wahr. Das Radarinstrument kann in vier verschiedenen Beobachtungsmodi arbeiten, so kann Sentinel-1 auf die unterschiedlichsten Anforderungen reagieren.
Sentinel-2 ist die optische Mission in diesem Programm und besteht ebenfalls aus zwei Satelliten. Astrium ist bereits als Hauptauftragnehmer für diese Mission beauftragt.
Der 1,1-Tonnen schwere Sentinel-2 A wird 2013 starten, 2015 soll Sentinel-2B folgen. Beide Satelliten werden die Erde auf einer polaren Bahn in Höhe von rund 780 km Höhe umkreisen.
Die Mission Sentinel-2 ist auf den für operationelle Landbeobachtungs- und Notfalldienste benötigten Datenbedarf zugeschnitten. Sentinel-2 hat ein Instrument mit einem Erfassungsbereich von 290 km, einer räumlichen Auflösung von 10 bis 20 m und 13 optischen Kanälen (vom fast sichtbaren bis zum kurzwelligen Infrarotbereich) an Bord und wird mit höherer Qualität an die jetzigen Missionen Spot und Landsat anknüpfen. Verbesserungen sind bei Überflugfrequenz, Schwadbreite, Erfassungsreichweite, Zahl der Spektralbänder, Kalibrierung und der Bildqualität zu erwarten. Astrium Deutschland zeichnet als Hauptauftragnehmer für den Satelliten und die Plattform, Astrium Frankreich für die Nutzlastinstrument- und die Systemunterstützungstätigkeit verantwortlich.
Der Satellit Sentinel-3 soll über das Infrarot-Radiometrieverfahren hochpräzise Temperaturmessungen, mittels Radar-Altimetrie exakte Höhenmessungen sowie multispektrale Aufnahmen mit 500 bis 1.000 Metern Bodenauflösung liefern. Damit dient Sentinel-3 der globalen Überwachung von Ozeanen und Landflächen. Der erste Sentinel-3-Satellit soll 2013 starten. Astrium wird wichtige und bereits erprobte Satelliten-Instrumente liefern. Astrium Spanien wurde bereits als Hauptauftragnehmer für das Mikrowellenradiometer ausgewählt, Thales Alenia Space als Hauptauftragnehmer für den Satelliten.











