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Rosetta: eine unerschrockene Kometenforscherin

Bei der internationalen Mission Rosetta handelt es sich um die dritte Cornerstone-Mission des langfristigen Weltraumforschungsprogramms der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Ziel der im März 2004 gestarteten Mission ist ein Rendezvous mit dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko im Jahre 2014.

Die Sonde wird sich knapp zwei Jahre lang in einer Umlaufbahn von einem Kilometer Entfernung um den Kometen bewegen und dessen Kern und Umgebung untersuchen. Ein Landeroboter wird wissenschaftliche Oberflächenuntersuchungen und Analysen vornehmen.

Der Komet Tschurjumow-Gerasimenko hat einen Kern mit einem Durchmesser von etwa vier Kilometern und umkreist die Sonne alle 6,6 Erdjahre in einer Entfernung von 186 Millionen bis 857 Millionen Kilometern.

Um ihr Ziel zu erreichen, muss die Rosetta-Sonde während ihrer Reise mit Hilfe von insgesamt vier Swing-by-Manövern in den Schwerkraftfeldern von Erde und Mars Schwung holen. 2008 passierte Rosetta den Asteroiden 2867 Steins und nutzte die einmalige Gelegenheit zur Charakterisierung der Oberfläche und Umgebung dieses seltenen Typ-E-Asteroiden. 2010 ist Rosetta am Asteroiden 21 Lutetia vorbeigeflogen und konnte den Wissenschaftlern auch über diesen Planetoiden neue Erkenntnisse liefern.

Frühere Missionen haben gezeigt, dass Kometen komplexe organische Moleküle enthalten. Verbindungen dieser Art sind reich an Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff – interessanterweise genau den Elementen, aus denen Nuklein- und Aminosäuren, die essentiellen Bausteine des uns bekannten Lebens, bestehen. Rosetta könnte Aufschluss darüber geben, ob Kometen das Leben einst auf die Erde gebracht haben.

Astrium Deutschland war Hauptauftragnehmer für die Rosetta-Mission und verantwortlich für den Bau der Sonde. Weitere Beiträge stammten von Astrium Großbritannien und Astrium Frankreich, die die Plattform respektive die Avionik des Raumfahrzeugs beisteuerten.

 

 

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