MSG (Meteosat Second Generation) besteht aus einem Bodensegment und drei Satelliten. Der erste dieser neuen europäischen Wettersatelliten wurde im Sommer 2002 und der zweite im Dezember 2005 gestartet. Diese Satelliten wurden in Meteosat-8 und Meteosat-9 umbenannt.
Astrium zeichnete verantwortlich für die Untersysteme dieses Programms (Energieversorgung, Bahn- und Lageregelung sowie Antrieb) und das Hauptmessinstrument an Bord SEVIRI (Spinning Enhanced Visible and InfraRed Imager). Das Severi-Teleskop, leistungsstarker Nachfolger der sieben von Astrium gebauten Radiometer für die erste Wettersatelliten-Generation, tastet nicht mehr nur drei, sondern zwölf Spektralbereiche mit einer dreimal höheren Auflösung ab. Lieferten die Teleskope der ersten Generation alle dreißig Minuten eine Satellitenaufnahme, macht Severi Bilder im 15-minütigen Rhythmus. 2004 erklärten die Meteosat-Nutzer das SEVERI-Teleskop zur internationalen Referenz bei geostationären Satellitenbildern.
MSG wird die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Wetterprognosen weiter verbessern und somit einen erheblichen Beitrag zur weltweiten Sicherheit liefern. Die regelmäßig gelieferten umfassenden Daten unterstützen effizient die Früherkennung von extremen Wetterphänomenen wie beispielsweise Hurrikane mit ihren katastrophalen Auswirkungen. Die neue Generation MSG kann kleinere, aber ausgeprägte Tiefdruckgebiete im ersten Stadium erkennen, dadurch eine effiziente Vorhersage verheerender Stürme ermöglichen und somit mehr Vorlauf für effiziente Maßnahmen erlauben.











