Home Page / Programme / Experimentanlagen für wissenschaftliche Zwecke
/ Je suis perdu !
Experimentanlagen für wissenschaftliche Zwecke
Um die Strukturen und Prozesse von Materialien erforschen oder die Komplexität biologischer Systeme, insbesondere des menschlichen Körpers, verstehen zu können, brauchen Wissenschaftler Bedingungen unter Schwerelosigkeit. Für Hunderte von Experimenten, die an Bord des Space Shuttles, von Spacelab, Spacehab, der Raumstation MIR, Raumkapseln oder Höhenforschungsraketen durchgeführt worden sind, hat Astrium Instrumente für die Mikrogravitationsforschung mit breitestem Einsatzspektrum entwickelt und gebaut.

ESA, die französische Raumfahrtagentur CNES und die deutsche Raumfahrtagentur DLR beauftragen Astrium mit der Entwicklung von Versuchsaggregaten für Module der Internationalen Raumstation ISS: in das von Astrium gebaute Weltraumlabor Columbus sind das Biolab, die Hochtemperatur-Schmelzanlage MSL (Materials Science Laboratory), das europäische automatisierte Gewächshaus EMCS (European Modular Cultivation System), die Cardiolab-Anlage, die Kristallzuchtanlage PCDF (Protein Crystallisation and Diagnostic Facility) und das physikalische Fluid Science Labratory FSL installiert.

Weitere Beispiele für die umfassende Erfahrung von Astrium in diesem speziellen Bereich sind die "Unterdruckhose" LBNP (Lower Body Negative Pressure) für humanphysiologische Forschung, die DECLIC-Experimentanlage für Strömungsphysik (Dispositif d'Etude de la Croissance et des LIquides Critiques) und die Atomuhreinheit ACES (Atomic Clock Ensemble in Space).

Das von Astrium realisierte Experiment Geoflow 2 wurde im Februar 2011 als Teil der zweiten ATV-Mission zur ISS gebracht. Geoflow 2 simuliert die Erde im Miniaturformat: in einem Experimentierkasten, der gerade einmal so groß ist wie ein Schuhkarton. Nach der ersten Geoflow-Mission zur ISS im Jahr 2008 ist das Flugmodell von Geoflow von Astrium in den Jahren 2009 und 2010 dergestalt modifiziert worden, dass auch Experimente mit einer geänderten wissenschaftlichen Ausrichtung möglich sind. Die Versuchsergebnisse werden nicht nur tiefere Einblicke in die Wärmekonvektionsprozesse im Inneren von Planeten und in den Außenhüllen von Himmelskörpern gewähren, sondern auch reelle Versuchsdaten zur Überprüfung sämtlicher strömungsmechanischer Simulationsrechnungen produzieren.

  • Hintergrund
    • dms-r
      Datenmanagement-System für die ISS
    • nasa_astronaut
      Seit Juri Gagarins kurzem, aber doch weltbewegendem Ausbruch aus den Grenzen der Erdatmosphäre und…
  • Die Entdeckungsreise geht weiter