Im Visier von EarthCARE stehen Wolken, Kleinstpartikel in der Atmosphäre (Aerosole) sowie deren Einfluss auf die atmosphärische Strahlung. EarthCARE wird unter anderem vertikale Profile von natürlichen und anthropogenen Aerosolen erstellen, die Verteilung von Wasser und Eis und deren Transport in Wolken erfassen sowie die Zusammenhänge von Wolken und Niederschlägen und deren Auswirkungen auf die Strahlungsbilanz untersuchen. Durch die Kombination der erfassten Daten zu Aerosolen und `Wolkenbestandteilen´ lassen sich Profile über eine durch Wolken verursachte Erwärmung oder Abkühlung ableiten.
EarthCARE wird damit zum besseren Verständnis unseres Klimas beitragen und wertvolle Daten für die digitalen Vorhersagemodelle von Klimaforschern und Meteorologen liefern. Der rund 1,7 Tonnen schwere Satellit soll im Jahr 2013 ins All starten und von einer polaren Umlaufbahn (97° Inklination) in rund 400 Kilometern Höhe über drei Jahre hinweg Messungen vornehmen.
Astrium Deutschland übernimmt für EarthCARE die industrielle Führung sowie die Integrations- und Testaufgaben. Astrium Großbritannien fertigt die Satellitenplattform. Der Satellit ist mit vier Instrumenten (zwei passiven und zwei aktiven Sensoren) bestückt, die mit nur einer Satellitenmission ein einzigartiges Datenpaket liefern werden. Astrium Frankreich steuert das aktive Laserinstrument ATLID bei, Astriums Tochtergesellschaft Surrey Satellite Technology Ltd. den Multispektral-Imager MSI.









