COMS ist der erste von einem europäischen Unternehmen entwickelte und gebaute geostationäre Beobachtungssatellit mit 3-Achsen-Stabilisierung
COMS erfüllt für Südkorea drei Missionen: Telekommunikation, Meereskunde und Meteorologie
Toulouse, 10. März 2010 – Mit gleich drei Nutzlasten für Anwendungen in Meteorologie, Meereskunde und Telekommunikation gilt COMS (Communications, Oceanography and Meteorology Satellite) als „Multitalent“ unter den Satelliten. CMOS ist der erste geostationäre Beobachtungssatellit mit 3-Achsen-Stabilisierung aus europäischer Produktion. Die drei Nutzlasten des für Südkorea gebauten Satelliten sind ein Instrument zur Abbildung von Wetterdaten, eines zur Erfassung von Ozeanfarben und ein Telekommunikationsmodul für das Ka-Band:
Meteorologie
COMS wird auf seiner Umlaufbahnposition weltweite Wetterphänomene ständig im Blick behalten, aber auch spezifische Wetterereignisse wie starke Stürme und Niederschläge, Sandstürme, Taifune, usw.
Meereskunde
Daneben hat COMS ein Mehrband-Abbildungssystem zur Beobachtung der Weltmeere an Bord. Das von Astrium produzierte Instrument wird Veränderungen im Ökosystem Ozean überwachen und damit vor allem für die Fischereiwirtschaft von Nutzen sein. Der innovative Imager erzielt eine Auflösung von 400 Metern – ein neuer Rekord für geostationäre Satelliten.
Telekommunikation
Die dritte Nutzlast ist ein experimentelles Telekommunikationsmodul für das Ka-Band, das vom südkoreanischen Forschungsinstitut für Elektronik und Telekommunikation, ETRI (Electronics and Telecommunications Research Institute), zur Erprobung und Freigabe multimedia-fähiger Breitband-Telekommunikationsdienste entwickelt wurde.
Heute startet der Transport des COMS-Satelliten zum europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana), von wo aus er Ende April 2010 ins All starten wird.
COMS ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Astrium und Südkoreas Luft- und Raumfahrtbehörde KARI (Korea Aerospace Research Institute). Die Ingenieure der beiden Partner arbeiteten erst zwei Jahre lang im französischen Toulouse zusammen, dann weitere zwei Jahre im koreanischen Daejeon, um in Anlagen des KARI die Endmontage und die Tests des Satelliten vorzunehmen. Anschließend ging es für COMS zurück nach Toulouse, wo er bis zur heutigen Abreise in Richtung Startplatz seinen letzten Schliff erhielt.
Jean Dauphin, Leiter der Erdbeobachtungs- und Forschungsprogramme bei Astrium Frankreich, sagte: „Mit dem Erfolg aller Tests des COMS-Satelliten zeigen wir, dass wir die Entwicklung und Herstellung geostationärer Beobachtungssatelliten mit 3-Achsen-Stabilisierung mit solch anspruchsvollen Anwendungen wie diese beherrschen. COMS ist der erste Satellit seiner Art aus europäischer Produktion. Mit der Integration dreier so unterschiedlicher Nutzlasten wie eines Wetterbild-Systems, eines Meereskunde-Instruments und eines Telekommunikationsmoduls in einem einzigen Satelliten haben wir eine neue Herausforderung gemeistert, da für alle drei teilweise entgegengesetzte Anforderungen zu erfüllen waren.“
Drei-Achsen-stabilisierte geostationäre Satelliten lassen durch ihre gesteigerte Leistung die Integration komplexerer und umfangreicherer Nutzlasten zu. So werden sie die Erde künftig durchgehend im Blick behalten können und die Welt der Erdbeobachtung revolutionieren.
Neben dem Satelliten hat Astrium auch die Einsatzversion der Bildempfangssoftware für das Bodensegment beigesteuert. Diese Software bildet die Basis der nächsten Generation von Bildpositionierungssystemen, die zur Erstellung von Wettermodellen unerlässlich sind.
Der Satellit mit einer Startmasse von 2,5 Tonnen und einer Restleistung von 2,5 Kilowatt zum Ende der Betriebsdauer wird mindestens acht Jahre lang im geostationären Orbit im Einsatz bleiben. Für COMS wurden die Avionik-Elemente der Telekommunikationssatelliten-Baureihe Eurostar E3000 übernommen und für optische Beobachtungen aus einer geostationären Umlaufbahn angepasst.
Astrium bestätigt seine Position als weltweit führender Anbieter von geostationären Erdbeobachtungssatelliten in diesem Projekt – ob durch die Erfassung der grundlegenden Leistungsvorgaben für diese Missionsart, durch die Entwicklung der entsprechenden Bord- und Bodensysteme oder durch die Produktion von Satelliten und optischen Nutzlasten nach diesen spezifischen Anforderungen.
Nicht zuletzt festigt der COMS-Satellit auch Astriums Marktposition als weltweit führender Exporteur von Erdbeobachtungssatelliten.
Über Astrium
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