In einem ersten Schritt würde also auf einem angepassten ATV-Servicemodul eine Rückkehrkapsel entwickelt und erprobt werden. Aller Entwicklungsaufwand sollte auch direkt für spätere Schritte nutzbar sein, also würde diese Kapsel bereits in Größe und Auslegung einer späteren Kapsel für Asrtonautentransport entsprechen. Ein erster Demonstrationsflug des weiterentwickelten Transportsystems auf ATV Basis wäre unbemannt für Fracht in 2013/2014 denkbar. Als Träger käme die unmodifizierte Ariane 5 ES-ATV in Betracht, die ihr Können bereits mit dem Start von ATV Jules Verne unter Beweis gestellt hat.
In einem zweiten Schritt würde dann die Kapsel für den Transport von drei Astronauten umkonfiguriert sowie durch ein Rettungssystem für Kapsel und Besatzung erweitert. Die Erfahrung aus dem orbitalen Betrieb der Fracht-Version würde übrigens direkt in die Qualifizierung dieser bemannten Version einfließen. Als Träger käme zunächst wieder die Ariane 5 ES-ATV in Betracht, die für diese Anwendung allerdings mit passender Sensorik ausgerüstet werden müsste, die im Fall von Problemen eine autonome Aktivierung des Rettungssystems ermöglicht. Ein erster Flug einer eigenständigen europäischen bemannten Raumkapsel wäre in dieser Logik für 2017/2018 denkbar.