SiC ist ein außergewöhnlicher Werkstoff, dessen mecathermale Eigenschaften die Konstruktion sehr großer, aber ultraleichter Geräte ermöglichen: der Spiegel von Astrium wird mit seinen 3,5 m das größte je in den Weltraum transportierte bildererzeugende Teleskops ein und wiegt doch nur 270 kg, während es in der Standardtechnologie ausgeführt 1,5 Tonnen wiegen würde.
Darüber hinaus ist Astrium verantwortlich für das komplett integrierte Nutzlastmodul.
Damit die Instrumente nicht durch die eigene Wärmestrahlung geblendet werden, müssen sie im Innern eines Kühlbehälters, auch Kryostat genannt, bis auf minus 271 Grad Celsius (etwa zwei Grad über dem absoluten Nullpunkt) gekühlt werden. Das Kryostat ist das Herzstück des Nutzlastmoduls, das unter der Federführung von Astrium gebaut wird. Es ist drei Meter hoch und hat einen Durchmesser von ebenfalls drei Metern. Die niedrige Temperatur erreicht man mit suprafluidem Helium.
Bei dem Bau des Kryostaten konnte Astrium auf die Erfahrungen mit Herschels Vorgänger, dem europäischen Infrared Space Observatory (ISO) zurückgreifen. ISO arbeitete von 1996 bis 1998 äußerst erfolgreich.
Weitere Informationen: Broschüre Herschel (auf Englisch) im „Media Corner“