Die europäischen Aktivitäten im Bereich Höhenforschungsraketen starteten 1976 mit dem Programm TEXUS (Technologische Experimente unter Schwerelosigkeit) als Programm zur Vorbereitung der ersten Spacelab-Mission 983. Mit TEXUS 17 und 18 (gestartet im Mai 1988) begann die Industrialisierungssphase von TEXUS. Astrium, Bremen, übernahm die Gesamtverantwortung für dieses Projekt. Heute konzentrieren sich die Experimente unter Schwerelosigkeit auf die Vorbereitung von Missionen an Bord der Internationalen Raumstation ISS.
Das Programm MAXUS ist ein Joint Venture zwischen Astrium und der Swedish Space Corporation. Es wurde 1990 gestartet, um den mit Höhenforschungskaketen ereichbaren Zeitraum unter Schwerelosigkeit auf 10-15 Minuten auszuweiten. Für MAXUS wird das einstufige Feststofftriebwerk Castor 4B mit einer steuerbaren Düse eingesetzt, um eine Brutto-Nutzlast von rund 780 kg in eine Höhe von rund 715 km zu bringen. Dies entspricht einer Dauer von rund 13 Minuten unter Schwerelosigkeit. Da das Apogäum höher als 300 km liegt, erfordern die Esrange-Sicherheitsbestimmungen (für MAXUS) den Einsatz eines Flugführungs- und Selbstzerstörungssystems.
Für das Programm TEXUS wurden die von British Aerospace gebauten zweistufigen Feststoff-Raketen Skylark VII (erste Stufe: Goldfinch IIc, zweite Stufe: Raven XI) eingesetzt. Mit einer Brutto-Nutzlast von 370 kg und einem Apogäum von 250 km werden für 360 Sekunden Bedingungen unter Schwerelosigkeit erreicht.