MetOp ist der künftige Beitrag zu den europäischen Wettersatellitensystemen. MetOp, ein gemeinsames Projekt der Europäischen Weltraumorganisation und Eumesat, liefert Daten für mittelfristige Wettervorhersagen und die langfristige Klima- und Umweltforschung.
MetOp-A, das erste Mitglied einer neuen Familie von drei Satelliten mit einer Gesamtmasse von 4,5 Tonnen zur Beobachtung der Erdatmosphäre auf erdnahen Umlaufbahnen (LEO), hob am 19. Oktober 2006 vom kasachischen Boden ab. Die Starts der nächsten beiden MetOp-Satelliten sind in Abständen von fünf Jahren geplant. Für die Programme ist eine Laufzeit von insgesamt 14 Jahren vorgesehen, wobei jeder Satellit eine erwartete Lebensdauer von fünf Jahren hat.
Die Wetterdaten werden pro Umlaufbahn geliefert; nach ihrer Verarbeitung werden die Daten an die Benutzer verteilt. Auf diese Weise erfolgt die Abdeckung des Globus alle ein bis drei Tage. Ein Direktfunk ist ebenfalls möglich.
Die Satellitenkonstruktion basiert auf einer Version der von Astrium gebauten Polaren Plattform des Envisat Satelliten. Astrium ist nicht nur Hauptauftragnehmer der MetOp-Satelliten, sondern liefert auch das komplette Nutzlastmodul und zwei der Hauptinstrumente.
Die neuen Satelliten bilden das Raumsegment des „EUMETSAT Polar System“ (EPS) zur hoch präzisen Untersuchung der Atmosphäre aus einem sonnensynchronen Orbit. Sie ergänzen das erfolgreiche europäische Meteosat-System aus geostationären Wettersatelliten und erfüllen ihre Funktion als Teil eines integrierten Systems, das gemeinsam mit der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanbehörde NOAA entwickelt wurde, um Wettervorhersagen und Klimabeobachtung im weltweiten Maßstab zu optimieren.