Die drei von Astrium gebauten Inmarsat-4-Satelliten wurden auf die Bereitstellung des weltweiten Breitbandnetzwerks „Broadband Global Area Network Service“ (BGAN) von Inmarsat ausgelegt, das weltweit nahtlose Sprach- und Breitband-Internetübertragung bringen wird. Dank Telefonie, Datenanwendungen und High-Speed Internetzugang für Laptop- und Palm-Benutzer können beispielsweise Geschäftsreisende, Katastrophenschutzmitarbeiter, Ölsucher an jedem Ort im Abdeckungsbereich des Satelliten - auch auf dem Wasser oder in der Luft - ein virtuelles Büro betreiben.
Jeder Satellit kann digital mehr als 200 präzise ausgerichtete Signale, so genannte „Spot Beams“, bilden. Als Reaktion auf Verkehrsschwankungen kann mehr Sendeleistung und Bandbreite auf bestimmte Strahlen gelegt werden. Ein digitaler Signalprozessor an Bord des Satelliten verteilt die Signale auf die verschiedenen Antennenstrahlen und funktioniert wie eine Schaltzentrale im Himmel: jede Aufwärts-Signalstrecke kann einer mobilen Abwärtsstrecke zugeordnet werden und umgekehrt.
Alle drei Satelliten sind identisch und austauschbar, wodurch ihre Abdeckung selbst im Weltraum noch programmiert und umkonfiguriert werden kann. Sie sind eine Weiterentwicklung der Eurostar E3000 Satellitenplattform von Astrium und mit einem elektrischen Antriebssystem ausgestattet. Ihr 45 Meter langer Solargenerator liefert zu Beginn der Lebensdauer 14 kW elektrische Energie. Ein Satellit bringt etwa 5.950 kg Startgewicht auf die Waage. Der Hauptkörper ist 7 Meter hoch, und der entfaltbare Antennenreflektor weist einen Durchmesser von etwa 10 Metern auf.
Der erste Inmarsat-4-Satellit wurde im März 2005 gestartet und ein zweiter im November desselben Jahres. Beide sind in Betrieb. Der dritte Satellit ist fertig gestellt und soll 2008 gestartet werden.